Hocheiser

Mit Aufstehen wars an diesem Sonntag wieder mal nichts, aber auf eine Schitour wollte ich dann doch nicht verzichten. In den Hohen Tauern hat es noch genung Schnee und das Wetter ist ebenfalls ausgezeichnet, darum geht’s mal wieder ins Stubachtal, zum Enzingern Boden. Ende letzten Jahres war ich am Sonnblick und der Granatspitze, also entscheide ich mich heute für den Hocheiser. Obwohl ich mich erst am frühen Nachmittag auf Höhe des Tauernmoos Stausees befinde, sind die Bedingungen nicht so schlecht wie befürchtet. Es ist zwar recht warm, aber nach oben hin wird der Schnee immer besser. Durch meinen späten Aufbruch bin ich dann ab dem oberen Hocheiserkees alleine auf dem Berg unterwegs. Der breite Rücken bis zum Gipfel zieht sich wie üblich, aber nach knapp drei Stunden stehe ich am höchsten Punkt und freue mich auf eine kleine Pause. Beim Blick hinüber zur Hohen Riffl studiere ich das obere Rifflkees, auch Totenlöcher genannt. Ich frage mich, ob man über das Kapruner Törl und den Gletscher einen guten Zugang zur Riffl Norwand findet…
Nun mache ich mich aber besser an die Abfahrt, den der Firn zieht nun schön langsam an. Alles noch im grünen Bereich und selbst die letzten paar Kilometer auf der Werksstraße sind nicht so schlimm wie erwartet. Die Tage sind nun schon richtig lange und die Berge verlieren sukzessiv ihr Winterkleid. Ich bin gespannt, was sich in dieser Saison noch an Schitouren ausgeht.

  • Alpenvereinskarte 40 | Glocknergruppe
  • Hocheiser (3206 m)

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